Wohnung als Location vermieten: So verdienst du Geld mit Foto- und Videoshoots
Eine Wohnung, ein Haus oder ein Garten mit Charakter kann für Foto- und Videoproduktionen interessant sein. Entscheidend sind nicht nur Stil und Tageslicht, sondern auch Platz, Zugang, Hausregeln und ein verlässlicher Ablauf. Bevor du deine Räume anbietest, klärst du die Nutzung mit allen Beteiligten, deine Absicherung und mögliche steuerliche Folgen. Stu kann anschließend ein zusätzlicher Weg sein, deine Location für Kreative sichtbar zu machen; Einnahmen oder Buchungen sind damit nicht garantiert.

Welche Wohnungen und Häuser als Location interessant sein können
Für Shootings und Drehs sind Räume mit einem klaren Charakter oft besonders interessant: Altbau mit hohen Decken und Dielen, ein Loft, eine offene Wohnküche, ein Haus mit großen Fenstern, ein Garten oder ein ungewöhnlicher Arbeitsraum. Auch einzelne Bereiche können genügen, etwa ein Wohnzimmer, eine Küche, eine Terrasse oder ein heller Flur.
Produktionen achten häufig auf Tageslicht, Platz für Kamera und Licht, erreichbare Steckdosen, ruhige Tonbedingungen und einen nachvollziehbaren Zugang. Aufzug, Parkmöglichkeiten und die Möglichkeit, Equipment zu tragen, können ebenso relevant sein. Beschreibe nur, was deine Location tatsächlich bietet.
Wer eine private Location anfragt
Anfragen können von Fotograf:innen, Content-Creator:innen, Filmteams, Agenturen, Hochschulprojekten oder Musiker:innen kommen. Sie suchen je nach Projekt eine wohnliche Kulisse für Portraits, Mode, Produkte, Interviews, Social Content, Musikvideos oder kurze Filmszenen.
Nicht jedes Projekt passt zu jeder Wohnung. Eine klare Beschreibung mit erlaubten Bereichen, möglicher Teamgröße und Nutzungsart hilft dir und den Anfragenden, früh zu entscheiden, ob die Location geeignet ist.
Vor dem ersten Shooting: Nutzung, Versicherung und Regeln klären
Bei einer Mietwohnung solltest du den Mietvertrag prüfen und die geplante Nutzung vorab schriftlich mit dem Vermieter klären. § 540 BGB regelt die Gebrauchsüberlassung an Dritte; ob und in welchem Umfang eine konkrete Produktion betroffen ist, hängt vom Einzelfall und deinen Vereinbarungen ab. Bei Wohneigentum können Teilungserklärung, Hausordnung oder Regeln der Gemeinschaft relevant sein.
Sprich auch über die praktische Seite: Nachbar:innen, Hausflur, Aufzug, Parken, Ruhezeiten, Personenanzahl und Zugang. Werden öffentliche Flächen wie Straße oder Gehweg genutzt, sollte die Produktion die Anforderungen der zuständigen Stadt frühzeitig klären.
Einnahmen aus einer Location-Vermietung können steuerliche Folgen haben. Lass die Einordnung und mögliche Umsatzsteuerfragen vor dem Start von einer Steuerberatung prüfen. Frage deine Versicherung vorab, ob die geplante Nutzung und Schäden durch Dritte abgedeckt sind, und halte Zuständigkeiten zu Schäden und Reinigung in deinen Bedingungen fest.
Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung.
Location für Foto- und Videoproduktionen vorbereiten
| Bereich | Was du festlegst | Warum es hilft |
|---|---|---|
| Nutzbare Räume | Definiere, welche Zimmer, Außenbereiche und Nebenräume genutzt werden dürfen. | Private Bereiche bleiben klar geschützt. |
| Persönliche Gegenstände | Räume Dokumente, Wertsachen und private Fotos vor einer Produktion weg. | Du bestimmst, was im Bild erscheinen darf. |
| Möbel und Deko | Lege fest, ob Möbel bewegt werden dürfen und wie sie zurückgestellt werden. | Der ursprüngliche Zustand ist für beide Seiten nachvollziehbar. |
| Böden und Wände | Beschreibe Schutzvorgaben für Stative, Kabel, Schuhe, Klebeband und schwere Gegenstände. | Das senkt das Risiko von Schäden. |
| Ablauf | Kläre Start, Ende, Aufbau, Abbau, Schlüsselübergabe, Pausenbereich und Toilette. | Das Team kann den Tag realistischer planen. |
| Zustand | Halte den Zustand vor und nach der Nutzung mit eigenen Fotos fest. | Bei Unklarheiten gibt es eine gemeinsame Grundlage für die Abstimmung. |
| Hausregeln | Nenne maximale Personenzahl, Ruhezeiten, Rauchen, Essen, Tiere und Parken. | Erwartungen sind vor der Anfrage sichtbar. |
Umfang und Aufwand passend planen
Für die Kalkulation deiner Location spielen Stil, Größe, Erreichbarkeit, Nutzungsdauer, Teamgröße und der Aufwand vor Ort eine Rolle. Lege vorab fest, welche Zeit für Aufbau und Abbau berücksichtigt wird, welche Räume enthalten sind und ob etwa Reinigung oder besondere Anforderungen gesondert vereinbart werden müssen.
Vergleiche ähnliche Studios und Locations in deiner Stadt als Orientierung, ohne deine Location nur über einen Preis zu definieren. Für dich sollte der Umfang den tatsächlichen Aufwand, die Nutzung und deine eigenen Grenzen abbilden.
Fotostudio-Preise in Köln und Düsseldorf einordnenSo können Kreative deine Location finden
Eigene Kontakte, eine Website und bestehende Kanäle können den Start erleichtern. Ein Location-Marktplatz ergänzt diese Wege: Du legst einmal eine Seite mit Bildern, Beschreibung, Preisen, Verfügbarkeiten und Hausregeln an. Kreative können die Location auf der Plattform finden und anfragen.
Auf Stu kannst du neben Studios auch Locations wie Apartments, Lofts, Häuser, Showrooms oder besondere Räume anbieten. Du prüfst jede Anfrage selbst, klärst Rückfragen im Chat und entscheidest, ob das Projekt zu deiner Location passt. Die Zahlung wird bei der Anfrage über Stripe hinterlegt und erst nach deiner Bestätigung verbindlich.
Die Registrierung und das Listing sind laut Stu ohne Grundgebühr möglich. Es gibt keine Exklusivität; du kannst deine Location zusätzlich über andere Wege präsentieren und bei Bedarf deaktivieren. Gebühren fallen laut Anbieter-Seite nur bei erfolgreichen Buchungen an.
Location auf Stu anbietenHäufige Fragen
- Kann ich meine Mietwohnung als Location für Fotoshootings vermieten?
- Kläre die geplante Nutzung vorab schriftlich mit deinem Vermieter und prüfe deinen Mietvertrag. § 540 BGB regelt die Gebrauchsüberlassung an Dritte; welche Zustimmung für deinen konkreten Fall erforderlich ist, solltest du bei Unsicherheit rechtlich prüfen lassen.
- Wie viel kann ich mit meiner Wohnung als Location verdienen?
- Das hängt von Stil, Größe, Lage, Nutzungsdauer, Teamgröße, Aufwand und Nachfrage ab. Lege einen klaren Umfang fest und vergleiche ähnliche Locations oder Studios in deiner Stadt als Orientierung. Eine bestimmte Einnahme lässt sich nicht vorhersagen.
- Welche Wohnungen sind als Drehort gefragt?
- Interessant können Altbauwohnungen, Lofts, helle Wohnküchen, Häuser mit großen Fenstern, besondere Arbeitsräume sowie Gärten, Terrassen und Dachterrassen sein. Wichtig sind ein klarer Charakter, ausreichender Platz, Licht, Zugang und passende Regeln für die Produktion.
- Kann ich auch nur meinen Garten oder meine Terrasse vermieten?
- Ja, auch Außenbereiche können für Produktionen interessant sein. Kläre dabei besonders Zugang, Strom, Toilettennutzung, Schutz der Fläche, Nachbarschaft und wetterbedingte Abläufe.
- Muss ich während eines Shootings zu Hause sein?
- Das entscheidest du selbst. Du kannst bei der Übergabe und beim Abschluss dabei sein oder während der Produktion vor Ort bleiben. Gerade zu Beginn kann deine Anwesenheit helfen, Regeln, Räume und Ablauf klar zu halten.
- Brauche ich eine Drehgenehmigung, wenn in meiner Wohnung gedreht wird?
- Für deine eigenen Räume sind die Eigentums- und Nutzungsrechte entscheidend. Werden zusätzlich öffentliche Flächen wie Straße oder Gehweg genutzt, sollte die Produktion die Anforderungen der zuständigen Stadt rechtzeitig prüfen.
- Was kostet es, meine Location auf Stu anzubieten?
- Die Registrierung und das Erstellen eines Listings sind laut Stu ohne Grundgebühr möglich. Gebühren fallen nur bei erfolgreichen Buchungen an; die aktuellen Konditionen stehen auf der Seite zum Studio-Listing.
- Kann ich meine Location auf Stu und gleichzeitig selbst vermarkten?
- Ja. Laut Stu gibt es keine Exklusivität. Du kannst dein Stu-Profil daher zusätzlich auf deiner Website, in deinem Google-Unternehmensprofil oder in anderen eigenen Kanälen verlinken.